Die Stiftung Sozialfonds wurde im Jahr 1981 unter dem Namen "Stiftung Sozialfonds für das Gewerbe im Fürstentum Liechtenstein" gegründet. Die steuerbefreite Stiftung wurde vom ehemaligen Geschäftsführer Beat Marxer mit dem Ziel ins Leben gerufen, für alle kleinen und mittleren Betriebe der damaligen Gewerbegenossenschaft eine kostengünstige Personalvorsorgeeinrichtung zu schaffen. Sie hat sich bis ins Jahr 2007 ausschliesslich auf die obligatorische betriebliche Personalvorsorge konzentriert.
Im Jahr 1989, also in jenem Jahr, in welchem in Liechtenstein die 2. Säule obligatorisch eingeführt wurde, ist die Partnerstiftung „Stiftung für Ergänzungsleistungen in der Altersvorsorge“ (SELA) gegründet worden. Wie der Name schon sagt, wurde die Stiftung aus der Taufe gehoben, um den angeschlossenen Betrieben zu ermöglichen, vor allem für ältere Mitarbeiter fehlende Beitragsjahre in der 2. Säule nachzuholen.
In den 30 Jahren der Geschäftstätigkeit ist die Stiftung Sozialfonds für die betriebliche Personalvorsorge im FL zur zahlenmässig grössten Pensionskasse im Fürstentum Liechtenstein angewachsen. Seit Eintritt des Obligatoriums 1989 können sich auch gewerbefremde Betriebe anschliessen. Rund 1'400 Betriebe mit über 7'000 Versicherten gehören zu den Kunden der Stiftung. Das verwaltete Sparkapital überschritt im Jahr 2006 die 300-Millionen-Franken-Grenze.
Aufgrund der per 1. Januar 2006 in Kraft getretenen Gesetzesrevision des beruflichen Personalvorsorgegesetzes (BPVG), durch welche Transparenz- und Informationsbestimmungen eingeführt wurden, wurde es sinnvoll, klare und einheitliche Versicherungspläne in nur einer Vorsorgestiftung zu führen. Aus diesem Grunde haben die Stiftungsräte der Stiftung Sozialfonds für die betriebliche Personalvorsorge im FL und der Stiftung für Ergänzungsleistungen in der Altersvorsorge beschlossen, diese beiden Stiftungen zusammenzuführen. Deshalb wurden sie per 1. Januar 2007 fusioniert. Am 1. Januar 2008 erhielt die Stiftung Sozialfonds für die betriebliche Personalvorsorge im FL (SFG) einen neuen Namen und einen neuen öffentlichen Auftritt. Seit dem 1. Januar 2008 lautet der offizielle Namen der Stiftung ‚Sozialfonds’.
Der Sozialfonds ist seit 1. Januar 2010 eine autonome Kasse, die das Versicherungsrisiko selbst trägt. Lediglich die Spitzenrisiken sind mittels einer Stop-Loss-Versicherung rückversichert. Darüber hinaus ist der Sozialfonds dem schweizerischen Sicherheitsfonds angeschlossen.