Stiftung Sozialfonds
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Fokus: Vorsorge
05.05.2010
Welche Bedeutung hat der Deckungsgrad für die Versicherten?

Wenn eine Pensionskasse sämtliche Verpflichtungen gegenüber den Versicherten und Rentnern am Stichtag erfüllen müsste, würde ein Deckungskapital von 100% benötigt. Auf die laufenden Risikoleistungen hat der Deckungsgrad keine Auswirkungen. Sobald ein Vorsorgewerk eine Unterdeckung aufweist, verpflichtet es sich, Massnahmen einzuleiten. Diese müssen dem Grad der Unterdeckung angemessen entsprechen und gesetzeskonform sein. Zu den Folgen zählen beispielsweise, dass das Sparkapital nicht mehr oder geringer verzinst wird, die Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhöht oder künftige Leistungsansprüche gekürzt werden. Weiter könnte eintreffen, dass beim Wechsel zu einer anderen Pensionskasse nur noch das dem Deckungsgrad entsprechende Kapital an die neue Pensionskasse ausbezahlt und überwiesen wird. Der Deckungsgrad der Sammelstiftungen in Liechtenstein hat sich gegenüber dem letzten Jahr durch den Aufschwung an den Börsen verbessert. Welche Höhe der Deckungsgrad per 31. Dezember 2009 hatte, müssen die Vorsorgeeinrichtungen bis spätestens zum 30. Juni 2010 bekannt geben. Manchmal lohnt es sich also durchaus, neben der Prämie auch Faktoren wie den Deckungsgrad oder die durchschnittliche Verzinsung des Sparkapitals über mehrere Jahre zu beachten.