Stiftung Sozialfonds
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Fokus: Vorsorge
03.05.2010
Welche Bedeutung hat der Umwandlungssatz?

Der Umwandlungssatz bestimmt die lebenslange Rente aus dem bis zur Pensionierung angesparten Alterskapital. Dieser Satz wird in der Schweiz für den obligatorischen Teil vom Bundesrat festgelegt. Er wird derzeit stufenweise bis 2014 auf 6,8 Prozent gesenkt. Einer weiteren Reduktion auf 6,4 Prozent hat das Stimmvolk im März 2010 eine deutliche Abfuhr erteilt. Für die überobligatorischen Leistungen ist der Satz variabel, er wird vom Pensionskassenanbieter bestimmt. In Liechtenstein gibt es hierfür keine gesetzlichen Vorgaben. Einige Kassen gewähren immer noch einen Umwandlungssatz von sieben Prozent. Dies heisst also, dass bei einem Alterskapital von CHF 300'000.– im Alter 64 eine lebenslange jährliche Rente von CHF 21'000.– ausbezahlt wird. Andere Anbieter haben den Satz zum Teil schon massiv gesenkt. Er liegt teilweise bei 5,4 Prozent. Dies bedeutet im vorgenannten Beispiel eine um CHF 4’800.– tiefere Rente pro Jahr. Gekürzt wird der Umwandlungssatz auch bei einer Frühpensionierung, da die Rente hierbei bis vier Jahre länger ausbezahlt werden muss. Zudem wird die Rente noch vermindert, da die Einzahlungen (inkl. Verzinsung) von der Früh- bis zur ordentlichen Pensionierung fehlen. Wie die Leistungen definiert sind, kann bei der Pensionskasse angefragt werden. Auch ein Blick ins Pensionskassenreglement oder in den persönlichen Versicherungsausweis kann hilfreich sein.