Stiftung Sozialfonds
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Fokus: Vorsorge
02.04.2010
Reichen die Altersrenten aus AHV und Pensionskasse, um den gewohnten Lebensstandard zu halten?

Ziel wäre es, dass die Renten der ersten Säule (AHV) und der zweiten Säule (Pensionskasse) ausreichen, um die Lebenshaltungskosten im gewohnten Rahmen erfüllen zu können. Die Praxis zeigt jedoch ein etwas anderes Bild. Koordiniert mit den Leistungen der AHV ergeben die Renten aus dem gesetzlichen Obligatorium der Pensionskasse je nach Einkommen eine Gesamtrente von ca. 60 bis 70 % des letzten Lohnes. Um im Rentenalter mehr als diese knapp zwei Drittel des Lohnes zu erhalten, ist es möglich, in der Pensionskasse bessere Leistungen zu versichern. Dies kann entweder über eine überobligatorische Variante oder über persönliche Einkäufe wie jährliche Einmaleinlagen erfolgen. Die überobligatorische Pensionskasse wird vom Arbeitgeber mitgetragen, muss jedoch für bestimmte Mitarbeitergruppen abgeschlossen werden, das heisst im Rahmen der Kollektivität. Eine individuelle Lösung bieten persönliche Einkäufe, die zur Gänze vom Arbeitnehmer zu finanzieren sind. Hier kann der Einkauf, bis zu einer maximalen Grenze, steuerlich vom Einkommen abgezogen werden. Neben diesen Möglichkeiten bieten sich zusätzliche Alternativen an, um die Leistungen aus der ersten und zweiten Säule zu ergänzen. Zum einen kann dies eine Sparversicherung in der dritten Säule sein, die in der Pension mittels Kapital oder einer Rente zur Auszahlung kommt. Zudem kann auch Wohneigentum als private Vorsorge angesehen werden.